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Informationen zur Einreise nach Deutschland, Visabeantragung und Quarantänebestimmungen

Passports with various visas

Visa, © Colourbox

Artikel

Hier finden Sie Informationen zur  Einreise nach Deutschland, Visabeantragung und Quarantänebestimmungen.

Visumbearbeitung

Visa können derzeit nur in den nachstehend genannten Ausnahmefällen erteilt werden:

  • Gesundheitspersonal, Gesundheitsforscher und Altenpflegepersonal
  • Personal im Gütertransport sowie sonstiges Transportpersonal
  • Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft
  • Seeleute zum Zweck der Durchreise zum Erreichen des Abfahrtshafens eines Schiffes oder eines Flughafens, um in einen Drittstaat zurückzukehren
  • Vorübergehende Besuchsreisen in folgenden Fällen:
    • Besuchsreisen von drittstaatsangehörigen Familienangehörigen der sog. „Kernfamilie“ (d.h. Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder) von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland, gemeinsam mit der „Kernfamilie“ oder allein. In Fällen, in denen der Ehegatte bzw. eingetragene Lebenspartner Deutscher, EU-Bürger oder Staatsangehöriger Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs ist, sind Besuchsreisen unabhängig davon möglich, ob dieser seinen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland oder im Ausland hat.
    • nur aus zwingenden familiären Gründen (Geburten, Hochzeiten, Todesfälle/Beerdigungen oder andere besondere Ausnahmefälle, in denen ein zwingender familiärer Grund vorliegt): Besuchsreisen von Verwandten 1. und 2. Grades, die nicht zur „Kernfamilie“ gehören (d.h. volljährige Kinder, Eltern volljähriger Kinder, Geschwister und Großeltern), von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland
    • Besuchsreisen des drittstaatsangehörigen Partners zu seinem nicht verheirateten/nicht verpartnerten Partner in Deutschland. Der einladende Partner muss Deutscher, sonstiger EU-Staatsangehöriger, Staatsangehöriger Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder Drittstaatsangehöriger mit langfristigem Aufenthaltsrecht in Deutschland sein.
      • Voraussetzung ist, dass die Beziehung/Partnerschaft langfristig, d.h. auf Dauer angelegt ist und beide Partner sich zuvor mindestens ein Mal persönlich in Deutschland getroffen haben oder bis vor kurzem einen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland hatten.
      • Zum Nachweis sind geeignete Unterlagen mitzuführen:
        Schriftliche Einladung der in Deutschland wohnhaften Person (nebst Kopie der Ausweispapiere), eine Erklärung beider Partner zur Beziehung (für Besuch) sowie Nachweise über vorherige persönliche Treffen (insbesondere anhand von Passstempeln bzw. Reiseunterlagen/Flugtickets oder Nachweise über einen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland (beispielsweise Meldebescheinigungen)). Ergänzend ist eine Dokumentation durch Fotos, Soziale Medien, Brief- oder E-Mailkorrespondenz möglich.
    • Bei zwingenden Gründen:
      • Gemeinsame Besuchsreisen unverheirateter Paare aus dem Ausland (z.B. Hochzeit, Krankheit oder Beisetzung naher Angehöriger). Einer der Partner muss Deutscher oder sonstiger EU-Staatsangehöriger oder Staatsangehöriger Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs sein.
        • a. Voraussetzung ist, dass die Beziehung/Partnerschaft langfristig, d.h. auf Dauer angelegt ist und ein gemeinsamer Wohnsitz im Ausland besteht.
        • b. Zum Nachweis sind geeignete Unterlagen mitzuführen:
        • Schriftliche Darlegung des zwingenden Grundes der gemeinsamen Einreise, eine Erklärung beider Partner zur Beziehung (Zur gemeinsamen Einreise) sowie Nachweise über die bestehende Beziehung, insbesondere Nachweise über einen bestehenden gemeinsamen Wohnsitz im Ausland (beispielsweise Meldebescheinigungen); Ergänzend ist eine Dokumentation durch Fotos, Soziale Medien, Brief- oder E-Mailkorrespondenz möglich.
  • Diplomaten, Personal internationaler Organisationen, militärisches Personal und humanitäre Helfer in Ausübung ihrer Tätigkeit
  • Passagiere im internationalen Transitverkehr
  • Personen, die internationalen Schutz oder Schutz aus anderen humanitären Gründen benötigen, inklusive zwingender medizinischer Gründe
  • Anträge auf Familiennachzug. Wenn die Einreise für einen Daueraufenthalt aufgrund einer der hier genannten Ausnahmen möglich ist, ist eine zeitgleiche gemeinsame Einreise der Familienangehörigen ebenfalls möglich (z.B. gleichzeitige Miteinreise des Ehegatten und der minderjährigen Kinder der Fachkraft).
  • Anträge von Fachkräften und hoch qualifizierten Arbeitnehmern aus den folgenden Antragskategorien:
    •  Fachkräfte mit einem konkreten Arbeitsplatzangebot im Sinne der gesetzlichen Definition (§§ 18 Abs. 3, 18a, 18b AufenthG), das durch die Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen wird
    •  Wissenschaftler/Forscher (§18d AufenthG)
    •  Entsendungen (§19c Abs. 1 i.V.m. §10 BeschV) und ICT beschränkt auf Führungskräfte und Spezialisten (§§ 19 Abs. 2, 19b AufenthG)
    •  Leitende Angestellte
    •  Führungskräfte und Spezialisten (§ 19c Abs. 1 i.V.m. § 3 BeschV)
    •  IT-Spezialisten (§19c Abs. 2 AufenthG i.V.m. § 6 BeschV)
    •  Beschäftigungen in besonderem öffentlichem Interesse (§ 19c Abs. 3 AufenthG)
    •  Qualifizierte Werkvertragsarbeitnehmer (§ 19c Abs. 1 i.V.m. § 29 Abs. 1 BeschV), nur Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Serbien und der Türkei
    • Geschäftsreisende, wenn sie die Voraussetzungen des § 16 Nr. 2 BeschV erfüllen sowie für den Besuch von Messen.
  • Studierende, deren Studium nicht vollständig vom Ausland durchgeführt werden kann. Unter diese Ausnahme fallen alle, die einen Zulassungsbescheid haben (auch wenn ein Sprachkurs oder ein Praktikum vorgeschaltet ist). Nicht aber Studienbewerber und Personen, die z.B. zum Sprachkurs einreisen und sich später nach einem Studium umsehen wollen (isolierter Sprachkurs). Unterlagen sind auch bei Grenzkontrolle vorzulegen
  • Auszubildende, die eine qualifizierte Ausbildung absolvieren. Es muss sich damit um eine Ausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Beruf handeln, für den eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren festgelegt ist (auch ein ausbildungsvorbereitender Sprachkurs ist möglich). Voraussetzung ist die Vorlage einer Bestätigung des Ausbildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeit coronabedingten Situation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Teilnehmer von Qualifizierungsmaßnahmen mit dem Ziel der Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsausbildung. Auch hier bedarf es der Vorlage einer Bestätigung des Bildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen coronabedingten Situation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Schüler, die für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten ein Internat besuchen (ggf. mit vorgeschaltetem Sprachkurs)

Für Koreanische Staatsangehörige (z.B. Studenten oder Drittstaatsangehörige Familienangehörige mit Nachweisen) ist die Einreise auch weiterhin ohne Visum möglich, sofern sie einen der oben genannten Ausnahmegründe gegenüber Fluggesellschaft und Grenzbehörden nachweisen können und eine zwingende Notwendigkeit zur Einreise besteht.

Beachten Sie bitte, dass für das Vorliegen eines zwingenden Grundes zur Einreise entsprechende Nachweise mitzuführen sind. Aus den Nachweisen muss sich die Notwendigkeit des Grenzübertritts ergeben.
In Zweifelsfällen klären Sie direkt mit der Bundespolizei und Fluggesellschaft ab, welche Nachweise dort anerkannt werden.

Einreisebeschränkungen für Deutschland

Eine Einreise aus Korea ist aufgrund bestehender Einreisebeschränkungen nur in den oben genannten Ausnahmefällen mit entsprechenden Nachweisen möglich. Weitere Informationen finden Sie unten unter dem Stichwort zwingende Notwendigkeit.

Für Deutschland gelten Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Staaten. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise auch beim BMI, welche Regelungen in Bezug auf das Land, aus dem Sie nach Deutschland einreisen, im Einzelnen gelten.

Grundsätzlich ist eine Einreise möglich aus:

  • EU-Mitgliedstaaten
  • Schengen-assoziierten Staaten: Island, Norwegen, der Schweiz und Liechtenstein
  • Großbritannien
  • Weiteren Staaten, aus denen aufgrund der epidemiologischen Lagebewertung durch die EU Einreise ermöglicht wird

Eine Einreise aus anderen Staaten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Voraussetzung ist, dass eine zwingende Notwendigkeit gegeben ist.

Quarantäneregelung und Covid-19-Tests bei Einreise nach Deutschland

Für Einreisen aus Korea gilt grundsätzlich keine Quarantäne bei Einreise nach Deutschland. Eine Quarantäne kann aber notwendig sein, wenn sich Reisende zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben. In diesen Fällen ist auf Anforderung der zuständigen Behörde ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 nachzuweisen oder innerhalb von 14 Tagen nach der Einreise ein Test zu machen. Die konkrete Umsetzung erfolgt durch die Bundesländer. Einzelheiten zu den Risikogebieten finden Sie weiter unten unter Risikogebiete.

Bei Einreise nach Deutschland mit Voraufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage

  • müssen Sie sich nach der Einreise in Deutschland unmittelbar an ihren Zielort begeben,
  • sich dort häuslich absondern bis ein negatives Testergebnis vorliegt (Einzelheiten hierzu unter: Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar) und das negative Testergebnis den zuständigen Behörden, i.d.R. Gesundheitsamt, auf Anforderung nachweisen und
  • sich per E-Mail oder Telefon bei der für Sie zuständigen Behörde, i.d.R. Gesundheitsamt am Wohnort/Unterkunft melden. Wenn Reisende im Flugzeug, Schiff, Bus oder Zug eine Aussteigekarte ausgefüllt und abgegeben haben, müssen sie sich nicht erneut nach der Einreise melden.

Weitere Informationen zu den neu eingeführten Pflichttests finden Reisende hier 

Ausnahme: Durchreise (Transit)

Die Pflicht zur häuslichen Absonderung besteht nicht bei Transitaufenthalten. Sie sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen.

Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar

Wenn Sie nachweisen können, sich nicht mit Covid-19 infiziert zu haben, ist in den meisten Bundesländern keine Quarantäne erforderlich. In bestimmten Bundesländern ist dafür jedoch eine Wiederholungstestung nach einigen Tagen notwendig.

Der Nachweis muss durch ein ärztliches Zeugnis erbracht werden. Der molekularbiologische Test auf Vorliegen einer Infektion darf höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgt sein (d.h. das Ergebnis darf bei Einreise maximal 48 Stunden alt sein). Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat mit vergleichbarem Qualitätsstandard vorgenommen worden sein.

Alternativ kann der Test nach Einreise

  • am Ort des Grenzübertritts oder
  • am Ort der Unterbringung erfolgen.

Der Test ist für Reisende innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise kostenlos und kann zum Beispiel an Flughäfen erfolgen.
Das Testergebnis muss - unabhängig davon, ob die Testung vor oder nach Einreise erfolgte - für mindestens 14 Tage nach Einreise aufbewahrt werde. Es muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorgelegt werden.

Gesetzestexte zu den Einreisebestimmungen

Gesetzestext: Aufenthaltsgesetz (AufenthG)
Gesetzestext: Aufenthaltsverordnung (AufenthV)
Gesetzestext: Beschäftigungsverordnung (BeschV)

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